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Richtiges Lüften bedeutet Energie sparen
und gute Raumluft

Interview mit Herrn H. Seitz vom Energieberatungsbüro GEKO



Warum ist das Thema Lüften heute so wichtig geworden?
Weshalb haben die Feuchtigkeitsschäden an den Innenwänden so eminent zugenommen in den letzten Jahren?
Wie kann Abhilfe geschaffen werden? Welches Verhalten hilft den Bewohnern eine gute Raumluftqualität zu erhalten?

Zu diesen Themen haben wir Herrn Hans Seitz ( Energieberater und Geschäftsführer GEKO Energieberatung Mitautor der Broschüre „Gesund Wohnen“ ) vom Energieberatungsbüro GEKO befragt.


Herr Seitz, warum bedarf das Thema Raumluft heute andere Aufmerksamkeit als früher?

Bis vor wenigen Jahren entstand in den Gebäuden eine „automatische
Belüftung“ durch undichte Fugen und nicht vollständig geschlossene Ritzen zur Außenwand. Bei Neubauten veränderten sich in den letzen Jahren die gesetzlichen Anforderungen enorm. Heute ist die Dichtigkeit der Gebäudehülle eine Vorgabe des Gesetzgebers. Damit erfordert der richtige Luftaustausch nun ständiges Eingreifen durch die Bewohner, soweit keine automatischen Systeme eingebaut werden.

Reicht denn ein ‚gekipptes Fenster’ zur Zimmerbelüftung nicht mehr aus?

Gerade die immer noch oft anzutreffenden Dauerlüftungen durch gekippte Fenster erzeugen bei neueren Gebäuden immer mehr Feuchtigkeitsschäden und führen zu Schimmelbildung. Die Bewohner sind davon vielfach total überrascht. Es entstehen durch diese Dauerkipp- Belüftungen - man muss sagen veraltete Lüftungsart - aber nicht nur Bauschäden: Aus Energiespargesichtpunkten wird hier heftig „aus dem Fenster geheizt“.

Dauerlüftung durch gekipptes Fenster: Heizenergie entweicht ungenutzt ins Freie.

Wieso entstehen durch länger gekippte Fenster bei Neubauten diese Feuchtigkeitsschäden?

Kalte Luft kann – physikalisch gesehen – nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen wie warme Raumluft. Durch länger geöffnete Fenster werden die inneren Wandoberflächen abgekühlt. Damit streicht nun die warme (relativ feuchte) Innenraumluft an der kalten Wand vorbei und kühlt dort ab. Es kommt zu so genanntem Schwitzwasser an der kalten Wandoberfläche. Ein Nährboden zur Schimmelbildung ist schnell entstanden, oft zunächst auch hinter Schränken.

   

Welches Lüftungsverhalten führt denn zu einem optimalen Raumklima?

Das ist insbesondere abhängig von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit. Vereinfacht kann gesagt werden: Es sollte mindestens vier mal am Tag gelüftet werden, am besten durch Doppellüften: Beim ersten Lüften wird die gesättigte Luft durch trockene frischere Außenluft ersetzt; dann Heizung aufdrehen. Vor dem zweiten Lüften hat die erwärmte Luft von den Wänden und Fenstern die Feuchtigkeit aufgenommen. Jetzt wird der größte Teil der Feuchtigkeit abtransportiert, die in den letzten Stunden angefallen ist.

Gibt es Vorschriften zur richtigen Wohnungsbelüftung?

Ja, die neue DIN 1946-6 schreibt nutzerabhängige Mindestluftwechselraten vor – eigentlich etwas, was schon Pettenkofer zum gesunden Raumklima für erforderlich hielt. Nach dieser neuen Vorschrift wird das Luftaustauschvolumen festgelegt. Eine Grundlüftung muss auch bei Abwesenheit gewährleistet sein.

Welche Lüftungsbesonderheiten gelten für Kellerräume?

Jeder kennt das frühere „Muffeln“ im Keller, das die Nutzung dieser Räume sehr einschränkte. Heute können die Räume im Untergeschoss eine sehr angenehme zusätzliche Wohnfläche bieten. Helle, beheizte Räume – mit den richtigen Kellerfenstern – sind dafür die Voraussetzung. In diesen Räumen gilt die ständige Belüftung als wichtige Voraussetzung zur guten Raumluftqualität. Dauergekippte Fenster sollten wegen möglicher Feuchtigkeitsbildung an kalten Wänden im Kellerraum vermieden werden. Offene Kippfenster laden nicht nur Kleintiere ein, sie erhöhen auch die Einbruchsgefahr. Eine kontrollierte Belüftung, bei der die warme Innenluft Ihre Wärme weitgehend an die frisch einströmende Luft „übergibt“, schafft die optimalen Voraussetzungen für ein Energie sparendes und gesundes Raumklima. Insofern ist die Systemlösung Hain-Thermozarge Vita® das Beste, um Räume im Untergeschoss





CO2-Belastung als Indikator für Raumluftqualität

Lüften verbessert nicht nur das Raumklima für den Menschen, auch Ihre Möbel und Accessoires werden es Ihnen danken! Richtiger Luftaustausch erfordert allerdings ständiges Eingreifen durch die Bewohner. Gekippte Fenster führen zu einer Auskühlung der Wandflächen und erhöhen dadurch die Schimmelgefahr


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